Geschichte



1927 Eröffnung des großen „fürnehmen“ Lichtspieltheater Capitol durch dessen Gründer Jakob Grözinger. Das Capitol umfasste zu jener Zeit 600 Sitzplätze im Sperrsitz und ca. 400 auf dem Balkon und den abgeteilten Logen.
   
1927 – 1929 Beginn der „Ära Kino“ mit Stummfilmen und musikalischer Untermalung durch Musikkapellen.
30er Jahre

Ab 1930 beherrschten die schwarz-weißen Tonfilme die Kinoszene. Zu jener Zeit war das Capitol, trotz der kontinuierlich ansteigenden Arbeitslosigkeit, oftmals ausverkauft. Besonders, wenn deutsche und ausländische Spitzenfilme gezeigt wurden, wie z.B. „Der Kongress tanzt“ mit Willi Fritsch und Hans Albers oder „Romanze“ mit Greta Garbo.

Während des Krieges spielte man Filme für die französische Besatzung. Die Filme mussten jedoch in Berlin abgeholt werden, da es ansonsten keine andere Möglichkeit gab diese zu erhalten.

1952 -

Veröffentlichung mit Bezug auf die Capitol-Lichtspiele:

„Dass in Schwenningen auch außerhalb seiner Uhrenindustrie etwas geboten wird, konnte in einer Beschreibung des geschäftlichen Lebens der Stadt schon mehr als einmal festgestellt werden. Auch seine Unterhaltungsstätten überraschen durch gediegene geschmackvolle Aufmachung. Hierin stehen die Capitol-Lichtspiele obenan. Das ist ein Lichtspieltheater, das schon durch seine Anlage und Ausstattung für die Darbietung guter Film-Schaustücke hervorragend geeignet erscheint. Man ist überrascht, in einer Stadt von der Größe Schwenningens einen solch geschmackvoll eingerichteten Raum für Lichtspiele anzutreffen. Einen Raum, der die Besucher gleich mit der richtigen Stimmung umfängt, in der das bewegte Spiel, das auf der Leinwand vorüberzieht, miterlebt sein will.“

   
60er Jahre

Zu jener Zeit waren die Menschen „süchtig“ nach Unterhaltung. Das Capitol mit seinen 1.200 Sitzplätzen sorgte dafür, dass Max Greger mit Peter Kraus, Rex Gildo, Conny Frohboes und viele damals bekannte Sänger und auch Schauspieler zu Gast waren. Die Kulturgemeinde mietete das Capitol für Theaterstücke, Ballettabende und allgemeine Unterhaltung. Das Fernsehen steckte noch in den Kinderschuhen, so dass diese Art der Unterhaltung für die Menschen nach dem Krieg sehr wichtig war.

   
1969

Ein Brand, der durch Reparaturarbeiten am Dach des Capitols entstand, vernichtete einen Großteil des Gebäudes und initiierte somit notgedrungen die gesamte Umgestaltung des Kinos. So wurde beschlossen das Capitol in zwei Vorführungssäle zu unterteilen: Rex und Capitol.

   
1986

Ende einer Ära. Das Capitol wurde erstmals in seiner Geschichte verpachtet und nicht mehr von der Familie geleitet. Bis 2004 befand sich das Capitol unter fremder Leitung.

   

2005

Wiedereröffnung des Capitol Rex durch die Ur-Enkelinnen Birgit Hakenjos-Boyd und Andrea Hakenjos des Gründers, Jakob Grözinger, am 28.10.2005 unter dem Motto „Glamour, Glanz und Roter Teppich“. Nach aufwendigen Renovierungs- & Umbauarbeiten erstrahlt es nun wieder im glanzvollen Licht der 20er Jahre.

Seit 2005 gibt es auch eine Kooperation mit dem Kommunalen Kino. Wöchentlich am Dienstag werden ausgewählte Filme im Capitol Filmtheater gezeigt. Zudem richtet der Verein jährlich auch ein Kurzfilmfestival aus.

   

2006

Das Amt für Kultur der Stadt Villingen-Schwenningen veranstaltet seit 2006 bei uns ihre Reihe „Theater im Capitol“. Einmal pro Monat wird dem Publikum so ein vielfältiges Programm geboten. Gezeigt wird Bühnenkunst in Form von Kabarett, Comedy, Schauspiel und Figurentheater sowie Konzerte.

   

2010

Kommunales Kino im Capitol feiert das 25. Jubiläum des Kurzfilmfestivals.